
500.000 Unterschriften, um im Alter nicht ins Altenheim gehen zu müssen, sondern zu Hause blieben zu können. Viele Unterschriften sind in allen Teilen der Welt gesammelt worden, um eine Trendwende zu bewirken: statt alle alten Menschen unterschiedslos in einem Heim unterzubringen, soll für eine neue Haltung geworben werden, um alten Menschen in Schwierigkeiten zu helfen, zu Hause bleiben zu können.
Gut alt zu werden ist ein legitimer Anspruch aller.
Der "Brief von Maria", nimmt diesen Anspruch auf und wird zum Vorschlag.
Der "Brief von Maria" ist die Stimme zahlreicher alter Menschen, die, unterstützt durch die Freundschaft, den Mut gefunden haben, ihren Willen auszudrücken und geltend zu machen.
Die Unterschriftensammlung zur Unterstützung des Briefes von Maria hat Solidarität ausgelöst und den alten Menschen Hoffnung gegeben, die oftmals ihre Unterbringung in Heimen als ein zwar trauriges, aber unabwendbares Schicksal ansehen. Überall sind Gruppen der „Freunde von Maria" entstanden, um Unterschriften zu sammeln und in der Öffentlichkeit um Sympathie für die Forderungen Marias zu werben.
Zahlreich waren die Treffen, öffentlichen Tagungen und die Kampagnen zur Unterschriftensammlung: Initiativen, die entstanden sind, weil viele Leute persönlich einbezogen waren.
Auch über die Presse hat der Brief eine weite Verbreitung gefunden, so dass von überall her Tausende von Unterstützungsbriefen gekommen sind, oft mit bewegenden Kommentaren, persönlichen Geschichten und Hilfsangeboten. Dieser Brief ist über die Grenzen der Welt der alten Menschen hinausgegangen und ist bis in die Schulen, in die Büros und in die Wohnungen vorgedrungen. Auch wenn die meisten Unterschriften von über Sechzigjährigen kamen, haben auch zahlreiche Jugendliche und Erwachsene unterzeichnet.
1997 wurden die ersten in Italien gesammelten 100.000 Unterschriften dem damaligen italienischen Staatspräsidenten Oscar Luigi Scalfaro übergeben, damit dieser bei den italienischen Behörden und Einrichtungen den Wunsch der alten Menschen zum Ausdruck bringen möge, zu Hause zu bleiben und sich dabei auf einige für sie eingerichtete Dienste verlassen zu können.
Das nächste Ziel ist es nun, die gesammelten Unterschriften offiziell den Behörden der Europäischen Union zu übergeben.
Wer sich der Kampagne anschließen möchte, kann seine Unterschrift per email senden.
|